Was ist Akupunktur?


Akupunktur ist eine aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stammende Therapiemethode und heisst wörtlich übersetzt "Nadelstechen".
Die Akupunktur gehört zu den wichtigsten Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Dabei werden bestimmte Punkte der Haut durch das Einstechen von dünnen Nadeln stimuliert, um Blockaden im Energiefluss zu beseitigen und auf diese Weise Beschwerden zu heilen. Im Chinesischen wird die Methode „Zhen jiu“ genannt.
Die Lokalisation der Akupunkturpunkte, an denen man die Energieströme beeinflussen und regulieren kann, ist seit Jahrhunderten unverändert. Durch Einstechen von feinen Nadeln sollen Ungleichgewichte der Energieleitbahnen ausgeglichen werden. Im Bereich der Einstichstelle soll sich ein Schwere- oder Druckgefühl oder eine leichte Elektrisierung entwickeln. Dieses weist auf eine gute therapeutische Wirkung hin.

 

Indikationen

Die Akupunktur wird häufig zur Schmerzlinderung eingesetzt, zum Beispiel bei Kopf-, Zahn- oder Nervenschmerzen. Weitere Anwendungsgebiete sind Erkrankungen der Atemwege, beispielsweise Asthma bronchiale, Erkältungskrankheiten und Allergien, Erkrankungen der Augen, zum Beispiel akute Bindehautentzündung, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und des Bewegungsapparates sowie gynäkologische und urologische Beschwerden.


Wie wird Akupunktur durchgeführt?

Vor der Behandlung mit Akupunktur wird eine Diagnose nach den Vorgaben der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gestellt. Im Gegensatz zur westlichen Schulmedizin richtet sich diese mehr nach den individuellen Befindlichkeiten und der Funktion der erkrankten Organsysteme. Auf dem Boden dieser Diagnose wird dann die notwendige Akupunkturpunkt-Kombination festgelegt.
Der Patient liegt für die Behandlung entspannt in einem ruhigen Raum. Das Setzen der Nadel-Kombination dauert circa fünf Minuten, die Nadeln verweilen anschließend im Durchschnitt weitere 20 Minuten an der Einstichstelle. Die Stichtiefe ist je nach Körperstelle unterschiedlich und kann drei Millimeter bis drei Zentimeter betragen.
Die Nadeln können durch Drehen, Heben oder Senken zusätzlich manuell stimuliert werden. Ausserdem kann man auch Wärme einsetzen. Erzeugt wird die Wärme durch das Verglühen von getrockneten Beifussblättern, die auf die Nadeln aufgesteckt sind.
Die Anwendung der Akupunktur erfolgt in der Regel durch zehn bis zwölf Behandlungen während eines Zeitraums von etwa fünf bis sieben Wochen, wobei sich das Intervall zwischen den einzelnen Sitzungen nach dem erreichten Energieausgleich richtet. Anhand der Besserung in der Behandlungspause wird über die Fortsetzung der Therapie entschieden.